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Bundeskoordination – jetzt!

Das Netzwerk Schule der Vielfalt benötigt eine koordinierende Stelle auf Bundesebene!

Seit 2016 fordert das Bundesnetzwerk Schule der Vielfalt eine institutionalisierte Antidiskriminierungsarbeit im Bildungsbereich zu Homo- und Transfeindlichkeit in Deutschland zu etablieren. Ein wichtiges Element ist hierbei die Einrichtung einer Bundeskoordination für Schule der Vielfalt. Angedacht ist eine bevorzugte Ansiedelung beim BMBF.

Es fehlt:

  • im Bildungsbereich an einer abgestimmten Konzeption und Koordination für diskriminierungskritische Arbeit zwischen den Ländern in Bezug auf geschlechtliche und sexuelle Vielfalt,
  • an einer intersektionalen Antidiskriminierungsstrategie der Bundesrepublik sowie
  • einer bundesweiten institutionellen Verankerung von Akzeptanzarbeit für LSBTIQ*.

Gerade Antidiskriminierungsprogramme wie Schule der Vielfalt wirken besonders verbindlich und nachhaltig in Schulen, weil die Themen zu sexueller und geschlechtlicher Vielfalt fest verankert werden. Kernformate sind hierfür Workshops für Schüler_innen, Lehrkräfte-Fortbildung und schulische („Regenbogen“-) AGs. Das Konzept der Projektschulen eignet sich für eine verbindliche und nachhaltige Umsetzung in besonderem Maße, da es Schulen über Vergabe und Erhalt eines Labels motiviert, Verantwortung für Veränderungen vor Ort zu übernehmen. Verpflichtende Fortbildungen und eine Berichtspflicht stellen eine regelmäßige Evaluation des Projektstands sicher. Die Verleihung des Labels erfolgt öffentlichkeitswirksam und wird dokumentiert. So wird eine breitere Öffentlichkeit mit den Inhalten erreicht und sensibilisiert. Am Netzwerk teilnehmende Schulen berichten, dass das Schild von Schule der Vielfalt von Eltern als Qualitätsmerkmal einer „LGBT-freundlichen Schule“ wahrgenommen wird. Die Erfahrung von Schule der Vielfalt zeigt auch: Dort, wo es bereits mindestens eine Projektschule gibt, kommen weitere hinzu. Diese Schulen wirken modellhaft und strahlen aus. Einer angestrebten Bundeskoordinationsstelle kommt neben der Koordination zwischen den Ländern u.a. die Beratung, Förderung und Unterstützung (Kick-off) strukturell schwach vertretener Regionen zu.

Antidiskriminierungsarbeit zu LSBTIQ* im Bildungsbereich des Bundes institutionalisieren – wie?

Bewährt hat sich eine Organisationsstruktur wie in Nordrhein-Westfalen, die das Schulministerium seit 2012 mit den Kooperationspartnern mittels einer Kooperationsvereinbarung getroffen hat. Sie kann modellhaft auf den Bund bzw. für das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) übertragen werden.

Aufgaben einer Bundeskoordination:

  • Beratung, Unterstützung und Koordinierung der Landesprojekte bei der Ausgestaltung des Programms Schule der Vielfalt
  • Unterstützung von modellhaften Schul- und Fortbildungsprojekten in strukturell schwach vertretenen Ländern und Regionen
  • Organisation von Fachveranstaltungen und bundesweiten Vernetzungstreffen
  • Kooperation mit Organisationen, Verbänden und Vereinen auf Bundesebene (u.a. Sekretariat KMK, LSVD, BVT*, GEW, BpB, queerpolit. Sprecher_innen der Bundestagsfraktionen)
  • Austausch und Zusammenarbeit (besonders EU / Erasmus+)
  • Fachliche Kampagnen- und Öffentlichkeitsarbeit

Zielführende Akzeptanzarbeit zu sexueller und geschlechtlicher Vielfalt braucht Professionalisierung und feste Verankerung – damit auch im Bund aus dem Projekt Schule der Vielfalt ein erfolgreiches Programm wird.

Wir freuen uns über Ihre und eure Unterstützung! Nehmen Sie mit uns Kontakt auf.

Schule der Vielfalt ist ein bundesweites Antidiskriminierungsnetzwerk. In Nordrhein-Westfalen wird das Programm durchgeführt als Kooperation von: