Menü


Jahresbericht 2020

Ein Jahr wie 2020 war für alle Akteur_innen neu, ungewöhnlich und herausfordernd. Viele Planungen im Bildungsbereich konnten 2020 durch die Corona-Pandemie und den damit verbundenen Einschränkungen nicht so stattfinden, wie sie ursprünglich geplant waren. Projektschulen wurden in ihren üblichen zahlreichen Veranstaltungen zu LSBTIQ*-Themen im Frühjahr durch den ersten Lockdown überrascht. Geplante Fortbildungen, besonders an den ZfsL wurden bis zu den Sommerferien abgesagt.

Flexibel haben alle Beteiligten im Projekt auf die Herausforderungen reagiert. Innerhalb kürzester Zeit wurden neue Wege beschritten, es wurden kreativ digitale Formate entwickelt. Im neunten Jahr der NRW-Kooperation zum Antidiskriminierungsprogramm Schule der Vielfalt (Start in NRW war der 01.08.2012) konnten weiter wichtige Fortschritte zur Sicherung von Schule der Vielfalt und Ver­breitung des Projektgedankens erreicht werden.

Mehr dazu im Jahresbericht 2020

Lesen Sie auch: Jahresbericht 2019

 

Zwischenbilanz 2018

Schule der Vielfalt – Schule ohne Homophobie ist eine Erfolgsgeschichte – und in dieser Ausgestaltung singulär in Deutschland.

In der Zukunft hängt der öffentlich sichtbare Erfolg von Schule der Vielfalt in NRW davon ab, in wie weit das Projekt in der LSBTI*Q-Community weiterhin als Motor bei der Umsetzung von hilfreichen Entwicklungen im Bildungsbereich wahrgenommen wird.

Die Gewinnung weiterer Projektschulen -bei Sicherung der gleichbleibend hohen Standards vor Ort –und die Ausweitung der Aktivitäten im Bereich der Aus-und Fortbildung von Lehrkräften und der Schulsozialarbeit bleiben dabei die vorrangigen Projektziele. Zur Erreichung dieser beiden Ziele ist es wichtig, bestehende Strukturen zu nutzen, das Projekt verstetigend in die Fläche zu bringen und institutionell abzusichern. Um die genannten Herausforderungen zu bewältigen und die engagierte Allianz vielfältiger Menschen in Schulen zu stärken, wird in dieser Zwischenbilanz insbesondere die Schaffung von Moderator_innen-Gruppen bei den anderen vier Bezirksregierungen sowie Abordnungen für bezirksweite Koordinationen empfohlen. In den Gesprächen haben die Projektträger festgestellt, dass die neue Landesregierung das Thema „Akzeptanz von Vielfalt“ würdigt und gegen rechtspopulistische Tendenzen verteidigt. Die Projektträger freuen sich sehr, dass Schulministerin Yvonne Gebauer in einem damaligen Gespräch am 13.09.2016 bereits ihre Unterstützung für Schule der Vielfalt zugesagt hatte.

Zwischenbilanz 2018

3 Jahre NRW-Kooperation zu Schule der Vielfalt (2015)

Der vorliegende Bericht über die erste Kooperationsphase, beginnend mit dem Schuljahr 2012/2013, versteht sich als Zwischenbericht und ist eine Zusammenfassung der Aktivitäten in den letzten drei Schuljahren. Das 2008 ins Leben gerufene Projekt ist durch die Kooperation seit 01.08.2012 substantiell abgesichert worden und hat eine erhebliche strukturelle wie inhaltliche Professionalisierung erfahren. Wie in diesem Bericht dargestellt, hat das Projekt durch seine engagierte Arbeit hohes Ansehen erworben. Die Zahl der Projektschulen hat sich mehr als verdoppelt und innerhalb der NRW-Schulstrukturen wurden die Grundlagen für zukünftige Aus-und Fortbildungen für die im Schulbereich Tätigen geschaffen, bei denen LSBTI*Q-Themen berücksichtigt werden. Die gesamtgesellschaftliche Relevanz von Schule der Vielfalt wurde auch extern gewürdigt. So wurden z. B. die Aktivitäten im fünften Jahr des Projekts (Schuljahr 2013/2014) als „ideenreiches und wirkungsvolles Beispiel“ vom Bündnis für Demokratie und Toleranz ausgezeichnet. Die erste Phase der Kooperation endet am 31.07.2015. Nach Auffassung der Partner_innen hat sich die Kooperation in der bisherigen Form bewährt. Aufgrund der erfolgreichen Arbeit und der dringenden noch offenen Aufgaben (bes. im Bereich Aus-und Fortbildung) wurde von den Partner_innen eine Verlängerung vereinbart, die die Kooperation mindestens für drei weitere Jahre fortsetzt.

3 Jahre NRW-Kooperation zu Schule der Vielfalt (2015)

Jahresbericht 2014

Am Ende des Schuljahres 2011/2012, also im fünften Jahr nach dem Start der Initiative zu Schule der Vielfalt –Schule ohne Homophobie gab es fünf Schulen, die sich öffentlich zu einer Schule der Vielfalt erklärten. Am Ende des Schuljahres 2013/14 und damit zwei Jahre nach dem Beginn der Kooperation zwischen Schulministerium NRW, Rosa Strippe, RUBICON und SchLAu NRW hat sich die Zahl der teilnehmenden Schulen verdoppelt. Auch wenn dies als Erfolg zu werten ist, so erscheint die Zahl der teilnehmenden Schulen gemessen an der Gesamtzahl der Schulen in Nordrhein-Westfalen noch gering. Neben der Notwendigkeit den Bekanntheitsgrad des Projekts weiter zu erhöhen, ist genauso deutlich geworden, dass Schulen im Prozess auf dem Weg zur Projektschule intensive Beratung und Unterstützung benötigen.

Jahresbericht 2014

 

1. Jahresbericht der Landeskoordination (2013)

Im Bereich der Schule wurde das Schulministerium NRW mit Beginn des Schuljahres 2012/2013 Kooperationspartner von Schule der Vielfalt. Mit der Kooperation wurde eine Phase beendet, in der das Projekt nur sehr eingeschränkt über personelle und finanzielle Ressourcen verfügt hat. Die Mitarbeiter_innen des rubicon und von SCHLAU Köln, der Rosa Strippe und von SCHLAU NRW hatten seit 2008 viele ehren- und hauptamtliche Stunden in die öffentlichkeitswirksame Kampagne und das Schulprojekt investiert, die beide zusammen das Herzstück von Schule der Vielfalt bildeten. Die Akteur_innen konnten dieses Engagement aufgrund anderer z.T. neuer beruflicher Verpflichtungen seit Mitte 2010 deutlich weniger aufbringen als zuvor. Mit der Beauftragung einer hauptamtlichen Landeskoordination für Schule der Vielfalt seit August 2012 war diese „Durststrecke“ nun beendet.

Im ersten Jahr der Kooperation konnten wichtige Fortschritte zur Sicherung von Schule der Vielfalt und Verbreitung des Projektgedankens erreicht werden. Dazu gehörten:

  • eine Vielzahl von Gesprächen und Präsentationen auf unterschiedlichen Ebenen (schulisch und außerschulisch),
  • Fachberatungsgespräche durch die Landeskoordination,
  • die Unterstützung und Vernetzung der SOH-Projektschulen,
  • eine Öffentlichkeitsarbeit, die sowohl die bereits gewonnenen Unterstützer_innen und Akteur_innen im Projekt aktuell informiert als auch neue Zielgruppen anspricht,
  • erste Schritte, das Projekt auch in der Ausbildung von Lehramtsanwärter_innen zu verankern,
  • Unterstützung bei Konzeptionen zu Schule der Vielfalt in der Fortbildung von Lehrkräften,
  • die strukturelle und konzeptionelle Weiterentwicklung des Projekts

1. Jahresbericht der Landeskoordination (2013)

 

 

Jahresbericht 2008-2010

Im Jahr 2008 riefen die damalige lesbisch-schwule Schulaufklärung SCHLAU NRW und die Landeskoordination der Anti-Gewalt-Arbeit für Lesben und Schwule in NRW gemeinsam die Initiative Schule ohne Homophobie ins Leben.

Ein Auslöser dafür war die Kenntnis von konkreten, zum Teil schwerwiegenden, Diskriminierungs- und Gewalterfahrungen sowohl von Schüler_innen als auch von Lehrkräften. Bei der weiteren Evaluation des Themas wurde deutlich, dass an vielen Schulen ein Klima herrscht, das von Unwissenheit, Ängsten, Vorurteilen und feindlichen Haltungen gegenüber Homosexualität geprägt ist. Dies äußert sich im abwertenden Gebrauch des Wortes „schwul“, aber auch in konkreten verbalen und körperlichen Übergriffen gegenüber lesbischen, schwulen und bisexuellen Schüler_innen und Lehrkräften.

Ziel der Initiative war es, eine gesellschaftliche Öffentlichkeit für die Ächtung von Homophobie in der Schule herzustellen und so sowohl strukturelle als auch individuelle homophobe Diskriminierung und Gewalt in Schulen zu stoppen.

Jahresbericht 2008-2010

 

 

Schule der Vielfalt ist ein bundesweites Antidiskriminierungsnetzwerk. In Nordrhein-Westfalen wird das Programm durchgeführt als Kooperation von: